Meine Dämonen – nicht totzukriegen.
Sie sind bei mir am Tag und am meisten in der Nacht.
Schreckliche Gestalten, gegen die jede Waffe wirkungslos erscheint. Ich kämpfe und kämpfe und doch verliere ich. Sie gehen nicht weg. Sie sind immer da.
Und manchmal kann ich sie sogar sehen. Meistens allerdings sind sie unsichtbar. Wie dunkle Schatten.
Sie nehmen jedes Stückchen Licht in Dir in Besitz. Sie überschatten alles Gute und das Schlechte lassen sie noch dunkler erscheinen.
Sie haben keine Gesichter, denn sie kommen in vielen Gestalten.
In Bildern. In Gedanken. In Gefühlen. In Erinnerungen. In Geräuschen. Und in Gerüchen.
Ein Bild blitzt auf und es sticht mir ins Herz. Es tut weh und ich bekomme keine Luft mehr. Die Tränen schießen mir in die Augen und das Herz wird zentnerschwer. Es hört nicht auf. Es wird immer schlimmer. Ich mache die Augen zu und das Bild wird immer deutlicher. Übergroß schwebt es vor mir.
Ich höre ein Lachen. Ich weiß, es kommt aus der Vergangenheit. Und doch klingt es mir in den Ohren, als hätte ich es gerade eben erst gehört.
Weitere Bilder blitzen auf und dann steigt mir ein Geruch in die Nase. Nach Kuchen, nach Waffeln und nach Milchreis.
Erinnerungen vermischen sich. Nisten sich in mein Herz und in meine Seele. Nehmen mir die Luft zum Atmen. Nehmen mir die Hoffnung. Rauben mir fast den Verstand.
Ich bestehe nur noch aus Gefühlen. Und ich kann mich nicht dagegen wehren.
Ich sehe weitere Bilder.
Ist es die Vergangenheit oder ist es die Zukunft?
Ich weiß es nicht mehr.
Alles scheint eins.
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