Und auf einmal merkst Du äußerlich
wieviel Kummer zu Dir kam
wieviel Freundschaft leise von Dir wich
und alles Lachen von Dir nahm
Fragst verwundert in die Tage
doch die Tage hallen leer
Dann verkümmert deine Klage
Du fragst niemanden mehr
Lernst es endlich, Dich zu fügen
von den Sorgen gezähmt
Willst Dich selber nicht belügen
und erstickst es, was Dich grämt
Sinnlos, arm erscheint das Leben Dir
längst zu lang ausgedehnt
Und auf einmal
steht es neben Dir
an Dich angelehnt
Was?
Das, was Du so lang ersehnt
Joachim Ringelnatz (1883 – 1934)
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