„Durch diese hohle Gasse muß er kommen.
Es führt kein anderer Weg nach Küssnacht.“

Wilhelm Tell
Ich will was schreiben
und kann es nicht
Ich kann was schreiben
und will es nicht
Ich will nicht mehr denken
und kann nichts anderes mehr
Ich will nichts mehr fühlen
und fühle noch viel mehr
Ich will diese krassen Glücksgefühle nicht
und kann doch ohne sie nicht mehr sein
Ich will diese Schmerzen nicht
und dadurch vermehren sie sich nur noch
Ich will diese Traurigkeit nicht
und doch kenne ich schon bald nichts anderes mehr
Ich will Sachen ändern
aber sie liegen nicht in meiner Hand
Und die Dinge, die in meiner Hand liegen
sie wollen nicht geändert werden
„Es lag in der Luft –
Deine Ausstrahlung lag in der Luft
Es mußte so passieren“
Aber nein, da ist ja nichts
Ja ne, is klar
Ich glaube manche Dinge nicht
oder will ich sie nur nicht wahrhaben?
Aber es sind zu viele Widersprüche
Taten
und Worte
Alles verschwimmt
Ich will Klarheit
und es gibt sie nicht
Ich vertraue meiner Intuition
und sie verarscht mich
lacht mir ins Gesicht
und verhöhnt mich
Das Schicksal hat es so gewollt
Vier Brüder gegen einen
Wer wird am Ende gewinnen?
Und ist es dann zu spät?
Es ist später als Du denkst
stand gestern auf dem Grabstein
und es ist so wahr
Ich will die Taube auf dem Dach
und den Spatz auf der Hand
Und beide fliegen weg
denn sie sind eins
sie klatschen zu laut in die Hände
und verscheuchen sich selber
und landen auf einem Baum
unerreichbar für sich selber
zu viel gegeben
zu viel für die Brüder
sie wissen nicht mehr was sie wollen
sie wußten es noch nie
Werden sie es jemals?
Zu früh gefreut
aber nichts bereut
im Gegenteil
ich will mehr
immer mehr
Ich will
Wollen alleine reicht nicht
Nicht dafür
Ich will lieben
und doch wieder nicht
Ich will mein Herz herausreißen
und es klammert sich nur noch mehr an mich
Ich weiß, was ich will
ich weiß nicht, was ich will
Ich weiß, was ich nicht will
Ich weiß nicht, wohin ich will
oder doch?
Ich weiß gar nichts mehr
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