Eine tiefe Sehnsucht ist in meiner Seele, die ich niemanden erklären und beschreiben kann.
Ich kann reden darüber, so viel wie ich will, ich kann schreiben darüber, soviel wie ich will.
Aber keiner wird es je richtig verstehen, denn keiner kann in meine Seele blicken.
Ich habe Sehnsucht nach tiefem inneren Frieden und nach echtem Glück.
Ich habe Sehnsucht nach Liebe und nach Verständnis.
Ich habe Sehnsucht nach Geborgenheit.
Ich habe Sehnsucht nach Freiheit und nach Heimat.
Ich habe Sehnsucht nach dem Gefühl, daß man Berge versetzen kann.
Ich habe Sehnsucht nach dem tiefen Glauben an sich selbst.
Ich habe Sehnsucht nach körperlicher Liebe, nach dem kurzen glücklichen Augenblick danach, wenn man noch schwebt.
Ich habe Sehnsucht nach seelischer und geistiger Liebe, wenn man sich versteht auch ohne viele Worte.
Ich habe Sehnsucht nach dem einen, der in mein Herz blickt und es annimmt, so wie es ist.
Ich habe Sehnsucht nach dem Gefühl, mit sich eins zu sein und in sich zu ruhen.
Ich habe Sehnsucht nach dem Leben, ich will es spüren und nicht mehr nur dahinvegetieren.
Ich habe Sehnsucht nach Zärtlichkeit, nach der Einheit zweier Körper und Seelen.
Ich habe Sehnsucht nach so vielem mehr…
Ich habe Sehnsucht nach Dir und will es Dir nicht sagen…
Ich fühle es körperlich und an jedem Tag meines Lebens.
Mein Herz wird schwer und es tut so weh, daß ich es gar nicht beschreiben kann.
Ein andauernder Schmerz unter der linken Brust, manchmal schier unerträglich.
Manchmal kommt der Schmerz plötzlich und unerwartet, manchmal erwartet man ihn schon.
Er kommt zu jeder Gelegenheit, wenn man sich einsam fühlt, wenn man sich traurig fühlt und zu allen anderen Anlässen auch.
Er braucht keine Einladung, er lädt sich selber ein und bleibt wie ein schlechter Hausgast, obwohl der Gastgeber schon längst gähnt.
Und selbst wenn man einen Augenblick lang nicht an ihn denkt, dann kommt er noch gewaltiger und schlägt jeden guten Gedanken entzwei.
Man kann den Schmerz nicht betäuben, nicht überlisten, nicht ignorieren.
Man kann ihn nur annehmen, ihn ausleben, in ihn eintauchen und ihn begrüßen wie einen guten Freund. Manchmal läßt er sich davon überzeugen und er wird weniger.
Doch meistens ist er so standhaft wie ein Zinnsoldat, so stark wie der Fels in der Brandung und so unerschrocken wie Leonidas gegen die Perser.
Und unerbittlich in seiner Hartnäckigkeit und seiner Intensität.
Fast schon
bewundernswert.
(aus 2008 – und aktueller denn je…)
[#3758]